MEHR FRAUEN IM MANAGEMENT – DAS KANN FRAU TUN (TEIL 1)

Mehr Frauen im Management
– was die Frauen tun können (Teil 1)

Alle reden und schreiben davon, dass es viel zu wenige Frauen im Management gibt – das stimmt!! Die Frauenquote hilft (ein bisschen) und auch die öffentliche Diskussion trägt dazu bei, dass die Aufmerksamkeit und das Bewusstsein für dieses Thema steigt.

Ich behaupte jetzt einfach einmal, dass es unstrittig ist, dass Unternehmen mit einem höheren Frauenanteil im Management längerfristig erfolgreicher sind als Unternehmen mit wenig bzw. ohne Frauen im Management. Zu diesem Thema gibt es ja so einige Studien.

Was also tun, um den Frauenanteil im Management schneller zu steigern?

Meine Artikel wenden sich hauptsächlich an die Hauptakteurinnen dieser Diskussion: an die Frauen

TRAU DICH! KOMM IN DIE ERSTE REIHE!

Ich weiß, es ist viel angenehmer, die ‚starke Kraft‘ im Hintergrund zu sein, von dort die Fäden zu ziehen. Es heißt ja nicht umsonst, dass hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau steht. Wer im Hintergrund steht bekommt die Auswirkungen von Entscheidungen nicht so stark ab und kann sich im Notfall hinten verstecken. … aber macht das wirklich richtig Spaß? … ist es nicht auf Dauer langweilig in der zweiten Reihe?

Ich rufe die Frauen dazu auf, aus ihrer sogenannten Comfort-Zone herauszutreten und viel aktiver für sich selbst zu werben. Los geht es in die ERSTE Reihe! Ich weiß, das fällt vielen Frauen schwer und selbst wenn sie sich dafür entscheiden, sind die inneren Hürden auch weiterhin da und wollen immer wieder überwunden werden. Wer weiß was passiert, wenn ich in der ersten Reihe stehe? Es ist ja auch irgendwie angenehmer (bequemer J) hier hinten – wer weiß, was passiert, wenn man in der ersten Reihe steht? Vielleicht fliegen faule Eier oder Tomaten – das möchte man dann doch nicht erleben!!

ENTSCHEIDE BEWUSST!

Du siehst, ich bin ein bisschen provokativ – mit Absicht! Ich möchte, dass JEDE Frau sich BEWUSST überlegt und BEWUSST entscheidet, ob sie tatsächlich in der zweiten Reihe stehen bleiben will.

Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung, denn ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es für mich war. Ich wollte eine Führungsposition, aber es fiel mir damals unendlich schwer, mich dafür in Position zu bringen. Erst als meine Teamkollegen mich dazu drängten, mich auf die frei werdende Stelle unseres Chefs zu bewerben, unternahm ich die entsprechenden Schritte.

WARTE NICHT AUF DIE ANDEREN!

Viele Frauen wollen – so wie ich damals – gesehen werden und Anerkennung bekommen, OHNE ‚sich in den Vordergrund‘ zu schieben, OHNE ‚sich verkaufen‘ zu müssen. Die eigenen Fähigkeiten, Leistungen, Erfolge aus völlig eigenem Antrieb anzupreisen fühlt sich für viele Frauen sehr, sehr unangenehm an. Sie brauchen die Bestätigung, den Anschub, die Sicherheit, dass sie ernst genommen und wertgeschätzt werden.

Es geht noch weiter! Ich habe nicht selten erlebt, dass Frauen Angebote für höhere Positionen ausgeschlagen haben. Aus verschiedenen Gründen sicherlich – aber einen Grund habe ich am häufigsten gesehen: sie trauen sich einen Job nicht zu, obwohl sie sehr wohl dafür qualifiziert sind. Das liegt vor allem daran, dass Frauen in der Regel starke Selbstzweifel haben. Es ist als säße ein Miesepeter auf ihrer Schulter, der immer dann aktiv wird, wenn sie etwas entscheiden oder etwas Positives geschieht.

Da sind dann Stimmen, wie

  • Bist Du sicher, dass das richtig ist?
  • Willst Du das wirklich machen?
  • Schau mal, der kann doch viel besser reden als Du
  • Glaubst Du wirklich, dass Du das schaffst?
  • Was, wenn Du es nicht schaffst?
  • Du bist doch noch gar nicht so weit
  • Du musst doch erst noch besser werden, bevor Du das machen kannst

Das kann schon sehr irritierend sein und begleitet uns meistens unser ganzes Leben lang. Wahrscheinlich haben auch Männer diese Miesepter-Stimmen, aber sie scheinen besser damit umgehen zu können.

Natürlich können auch Frauen diese Stimmen in den Griff bekommen und gut damit umgehen.

Wie das gehen kann liest Du im nächsten Teil.

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