Mehr Frauen im Management – das kann Frau tun (Teil 2)

Hör auf, Dich selbst zu boykotieren!

Schon wieder so eine Provokation!  JA!!

Es liegt mir sehr am Herzen, weiblichen Führungskräfte bewusst zu machen, wie sehr sie sich selbst boykottieren!

Was meine ich damit?

Ich teile hier – nicht zuletzt aus Datenschutzgründen – meine persönlichen Geschichten, aber ich weiß aus vielen Gesprächen und Coaching Sessions, dass diese Geschichten repräsentativ sind für viele Frauen in Führungspositionen.

Ich war selbst lange Jahre Führungskraft und habe tiefste Tiefen und wunderbare Höhepunkte erlebt. Das war ein sehr langer Weg der Selbstbeobachtung und Weiterentwicklung. Deshalb kann ich hier sowohl aus eigener Erfahrung berichten, als auch aus meiner Erfahrung als Coach.

Selbst-Zweifel statt Selbst-Sicherheit

Viele weibliche Führungskräfte könnte stolz sein auf ihre hervorragenden Leistungen, sie könnten sich feiern und sich freuen und selbstbewusst durch’s Leben gehen.

ABER, viele weibliche Führungskräfte

… zweifeln zu sehr an sich selbst !

… denken, dass sie immer noch besser werden müssen!

… konzentrieren sich darauf, ihre sogenannten Schwächen zu beseitigen!

… stellen sich selbst ständig in Frage und verstärken damit noch ihre Selbstzweifel!

Ich habe mich lange Zeit gewundert, warum sich bei mir nach einem Erfolgserlebnis immer so schnell Ernüchterung einstellte. Bis mir Folgendes bewusst wurde:

Ich hatte in mir einen gedanklichen Mechanismus, der dafür sorgte, dass ich in allen möglichen Lebenslagen meine Gefühlswelt scannte, um meine derzeitigen Probleme und meine negativen Gefühle in mir zu suchen und ich fand sie immer!

Dann ging es mir schlecht, Ängste kamen hoch – ich war wie gelähmt. Es kostete mich jedesmal viel Energie, wieder in positive Gefilde zu kommen.

Irgendwann merkte ich, dass ich dieses unbewusste Denkmuster hatte, das mich völlig automatisch nach meinen sogenannten Schwächen, nach meinen Problemen und nach meinen negativen Gefühlen suchen ließ.

Daraus folgte, dass ich immer nur danach strebte, ‚besser‘ zu werden, meine sogenannten Schwächen zu elimieren. Ich fütterte meine Selbstzweifel täglich, stündlich und selbst dann, wenn etwas richtig gut lief – DENN ich hätte es ja noch besser machen können.

GEDANKEN STEUERN

BIS ICH LERNTE, dass mich diese Haltung nicht nur behinderte, sondern mir auch den Erfolg, die Lebenslust und den Spaß an der Arbeit nahm.

ALSO ENTSCHIED ich mich, das zu ändern

WIE?

Ich lernte, meine Gedanken zu beobachten und immer wenn ich merkte, dass ich wieder dabei war, nur meine sogenannten Schwächen und Probleme zu sehen lenkte ich meine Gedanken um schöne Erinnerungen und Begebenheiten. So wurde ich Herrin meiner Gedanken, anstatt von ihnen beherrscht zu werden.

Ich machte mir mehr und mehr klar, dass mein Perfektionismus mich keinen Schritt weiter bringen konnte, denn ich bin nun mal ich – mit meinem ganz persönlichen Set an Fähigkeiten und Stärken.
Ich lernte, dass KEIN MENSCH alles kann und ich lernte, die Vielfalt zu schätzen.
Ich hörte auf zu vergleichen und mich selbst zu bewerten, denn ich bin GUT GENUG so wie ich bin.

Mit der Zeit wurden meine Selbstzweifel weniger, ich konnte meine Erfolge genießen, ich konnte es genießen, wenn ich 95% GUT war, ich brauchte nicht mehr nach den 5 % zu suchen, die nicht so gut gelaufen waren. UND ich hatte dabei kein schlechtes Gewissen mehr! Ich gewann mehr und mehr Selbstsicherheit, denn meine Überzeugung darüber, dass ich GUT war stieg und stieg.

Das ist ein geniales Gefühl! Und das Beste daran ist, dass meine Umgebung das auch wahrgenommen hat. Mit dem Anstieg meiner eigenen Überzeugung und meiner eigenen Wertschätzung mir gegenüber  stieg auch de Anerkennung von außen. Ich wurde viel positiver wahrgenommen, ich bekam mehr positive Rückmeldungen und ich hatte mehr Unterstützer.

Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, wie Du aus der Selbstzweifel-Falle heraus kommen und zu mehr Selbstsicherheit gelangen kannst, trage Dich auf folgender Web-Seite ein: SELBST SICHER als WEIBLICHE Führungskraft

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