Glücklicher Zufall: Von der Fähigkeit, zur richtigen Zeit zuzugreifen!

Von der Fähigkeit, erfolgreich zuzugreifen, wenn der glückliche Zufall uns etwas schenkt

Ein Plan ist ein Plan ist ein Plan

John Lennon beschrieb es wohl so: ‘Leben ist das, was passiert, während Du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.’

Kennen Sie das? Sie haben einen Plan und verfolgen diesen Plan und dann stoßen Sie auf etwas, das so reizvoll und interessant ist, dass Ihr bisheriger Plan plötzlich langweilig und reizlos erscheint. Sie wollen unbedingt diesem reizvollen und interessanten Impuls folgen.

Das ist mir schon des Öfteren passiert – meistens bin ich sehr gut damit gefahren, diesen Impulsen zu folgen.

Freilich weiß ich zu diesem Zeitpunkt meist nicht, ob das ‘die richtige Richtung’ ist, aber es fühlt sich so gut an, dass ich überzeugt davon bin, dass dieser Weg schon gut passen wird.

Wenn ich es genauer betrachte, zieht sich dieses Verhalten durch mein ganzes Leben.

Immer dann, wenn ich genug von dem hatte, was ich gerade tat, erreichten mich Impulse, die dazu führten, etwas Neues auszuprobieren.

Zufall oder Schicksal oder etwas Anderes?

Sind das wirklich glückliche Zufälle oder ist es Schicksal? Was ist überhaupt ein glücklicher Zufall?

Manche sagen, es gäbe keine Zufälle, sie sagen, dass alles, was uns begegnet Schicksal sei.

Glücklicher Zufall - Kristallkugel
Glücklicher Zufall: Gibt es das wirklich?

Ich glaube das ehrlich gesagt nicht.

Ich glaube eher, dass manche von uns – so wie ich – manchmal einfach Lust haben oder einen inneren Drang verspüren, etwas Neues auszuprobieren, etwas Anderes zu tun.

Das ist der Zeitpunkt, an dem wir offen sind für Impulse, für die sogenannten glücklichen Zufälle.

Unsere Antennen gehen auf Empfang, ja suchen geradezu nach neuen Wegen.

Sind die Antennen einmal ausgefahren, dann empfangen wir eine Vielzahl von Impulsen, unser Gehirn filtert sie automatisch und lässt nur die Impulse durch, die für uns interessant erscheinen.

Glücklicher Zufall: Aus der Forschung

Ja, es gibt tatsächlich Forscher und Forscherinnen, die sich mit dem ‘glücklichen Zufall’ beschäftigen.

Endlich habe ich auch einen Begriff für das gefunden, was ich mein Leben lang betreibe: ‘Serendipidität’, englisch ‘serendipidity’ – dem glücklichen Zufall folgen, etwas zufällig entdecken.

Glücklicher Zufall - Papierstapel
Glücklicher Zufall: Ein Phänomen, das auch in der Forschung einen Platz hat.

Serendipidity ist das Fachgebiet von Frau Dr. Sandra Erdelez von der University of Missouri.

Sie ist der Meinung, dass mit dem Wort Serendipidität eine Fähigkeit beschrieben wird und nicht ein zufälliger Glücksfall.

Sie erhob Daten – über Fragebögen und Interviews. Daraus entwickelte und definierte sie drei unterschiedliche Gruppen von Menschen, die sie in etwa so beschreibt:

  • non-encounters’ (aus dem Englischen ‘encounter’ = etwas begegnen, auf etwas stoßen), die wie durch eine Fotolinse oder ein Astloch im Brett schauen, mit klarem engem Fokus. Diese Menschen bleiben bei ihren ‘To-Do Listen’, anstatt abzuschweifen und Neues zu entdecken.
  • occasional encounters’ (gelegentlich etwas begegnen / auf etwas stoßen), die hier und da mal abschweifen und so gelegentlich Serendipidität begegnen.
    … am interessantesten fand sie die
  • super-encounters’, die berichteten, dass glückliche Überraschungen aufpoppten, wo auch immer sie hinschauten. Laut Frau Dr. Erdelez wird man zum super-encounter teilweise, weil man glaubt, dass man das
    ist.

Weitere Kennzeichen der super-encounters sind: Sie lassen sich leicht auf Abwege führen, sind entscheidungsfreudig, und sie haben keine Angst zu scheitern.

Übrigens: Haben Sie schon mein Video zum Thema „Glücklicher Zufall“ gesehen? Schauen Sie mal rein:

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Glücklicher Zufall: Zu welcher Gruppe gehöre ich?

Es gab Zeiten in meinem Leben, in denen ich zu den ‘non-encounters’ zählte.

Nicht etwa, weil das meine Natur war! Nein, ich habe damals gedacht, ich müsste mich mit aller Gewalt fokussieren und mein Projekt durchziehen, komme was wolle.

Ich schaute weder links noch rechts und … scheiterte.

Damit behaupte ich nicht, dass alle Menschen, die sich zu den ‘non-encounters’ zählen, zu scheitern drohen – im Gegenteil!

Ich bin eine Verfechterin der Vielfalt, ich finde es unerlässlich, die Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit der Menschen zu schätzen, zu respektieren und die Menschen entsprechend ihrer einzigartigen Fähigkeiten einzusetzen.

Wir brauchen die unterschiedlichsten Menschen, um mit den Herausforderungen unserer Zeit zu wachsen und das Beste für uns alle – damit meine ich den gesamten Globus, die Natur, Mensch und Tier – zu erreichen.

Glücklicher Zufall - Vielfalt
Vielfalt ist wichtig für den gesamten Globus, die Natur, Mensch und Tier.

Leider versuchen viele Menschen, sich in eine Form zu pressen, sie versuchen, so zu sein, wie sie denken, dass sie sein sollten.

So wie ich damals. Ich bin alles andere als ein ‘non-encounter’! Ich probiere gerne aus, experimentiere, entwickle, habe ständig neue Ideen.

Andersherum ist es aber auch problematisch: wenn ‘non-encounter’ versuchen, ‘super-encounter’ zu sein, führt das leicht zu Überforderung.

Und Sie?

In welcher Gruppe sehen Sie sich? In welcher Gruppe spielen Sie?

Seien Sie mutig und stehen Sie zu dem, was Sie ausmacht!

Das Glück und der Erfolg liegen immer in der Hand eines jeden Einzelnen.

… und wenn Sie jetzt die Stirn runzeln, weil Sie anderer Meinung sind oder weil Sie nicht so recht wissen, was Sie mit diesen Gedanken anfangen sollen, schreiben Sie mir oder kommentieren Sie hier – ich freue mich immer über rege Diskussionen.

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