Krisenintelligenz – Der Wert der Freizeit

Krisenintelligenz - Wert der Freizeit Titelbild - Bild von Sonnenuntergang

Gehören Sie auch zu den Menschen, die viel zu viel Zeit mit Arbeit verbringen?
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie viele das sind!
Sie versuchen zwar, all ihre Aufgaben innerhalb der Arbeitszeit zu erledigen, aber das klappt oft nicht. Also muss man Überstunden machen.
Kürzlich hörte ich den Satz: „Die Aufgaben, die wirklich wichtig sind kann ich in meiner normalen Arbeitszeit gar nicht erledigen. Dafür muss ich mir dann abends oder an den Wochenenden, wenn ich Ruhe habe, die Zeit nehmen.“

Was für eine Aussage! Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen. Die wirklich wichtigen Dinge können NICHT innerhalb der normalen Arbeitszeit erledigt werden.

Für viele Menschen ist das ganz normal, sie haben sich daran gewöhnt. Erst wenn sich etwas ändert, wenn man genug hat davon, wenn der Körper ‚nein‘ sagt, wenn Freunde und Familie sich beschweren oder einen brauchen beginnt man bewusst darüber nachzudenken.
Aber damit ist das Problem noch nicht gehoben, jetzt geht es erst richtig los.

Krisenintelligenz – Wie schaffe ich es, da rauszukommen, ohne meine Überzeugungen zu verraten?

Ich muss leisten, ich muss liefern, ich muss gut sein, alle verlassen sich auf mich! Ich will weiterhin einen guten Job machen, sonst fühle ich mich wie ein Versager, sonst bin ich gescheitert!

Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede, denn auch ich habe jahrelang 60 oder auch mal 70 Stunden die Woche gearbeitet. Mein ganzes Streben und Denken ging dahin, meine Arbeit gut zu machen. Ich könnte noch nicht einmal sagen, dass es mein Ehrgeiz war, der mich angetrieben hat, sondern vielmehr der Wunsch nach Anerkennung und das gute Gefühl, gebraucht zu werden.
Blöd nur, dass uns gewisse Grenzen gesetzt sind.

Für uns alle hat der Tag ‚nur‘ 24 Stunden! Wir alle haben ‚nur‘ einen Körper und dieser Körper verlangt auch noch Schlaf!
Wir können diese Grenzen nicht ausweiten und das ist gut so.
Die vielen Möglichkeiten, die es heute gibt gaukeln uns vor, dass es keine Grenzen gibt. Das ist der große Irrtum!

Blog Wert der Freizeit - Bild mit vielen Uhren und Hektik

Es gibt Grenzen, das zeigt uns derzeit die Natur, das zeigt uns unser Körper!

Die wahre Kraft und Macht der Krisenintelligenz liegt darin, nicht zu versuchen, die gegebenen Grenzen auszudehnen, sondern sich selbst Grenzen zu setzen.

  • Wie viele Stunden will ich Arbeiten?
  • Wie viel Freizeit will ich haben?
  • Was ist mir besonders wichtig?
  • Welche Möglichkeiten will ich verfolgen?

Wir können wählen, was wichtig und gut für uns ist!
Wir können uns dafür entscheiden, dass wir unsere alten Überzeugungen auf den Prüfstand stellen!
Wenn Ihnen bewusst wird, dass Sie so nicht weitermachen wollen, sind Sie schon richtig gut darin, Ihre eigene Krise zu erzeugen!

Krisenintelligenz – Jetzt heißt es Wählen und entscheiden und Grenzen setzen!

  • Wenn ich meine wirklich wichtigen Aufgaben nicht innerhalb meiner Arbeitszeit machen kann, läuft etwas schief!
  • Wenn mir meine Freizeit nicht wichtig genug ist, dass ich sie mit allem was ich habe, verteidige läuft etwas schief!
  • Auch wenn ich es mir nicht wert bin, zu wählen, was wirklich gut für mich ist, läuft etwas schief!
  • Wenn ich mich für andere aufopfere – aus welchen Gründen auch immer – läuft etwas schief!

… setzen Sie die Liste gerne mit Ihren eigenen Themen fort 😊

Meistens fällt es uns leichter, an einer Stelle Grenzen zu setzen, wenn ‚etwas‘ uns dazu zwingt!
Sei es, dass die Familie oder die Freunde Druck machen, sei es dass wir krank werden oder irgendetwas geschieht, was uns dazu zwingt, etwas zu ändern.

Dann liegt es ja nicht bei uns, dann haben wir den „Druck von außen“ und können uns darauf berufen, wenn wir etwas ändern müssen.
Das hilft uns dann auch in der Argumentation nach außen.

Wenn wir aber für uns selbst beschließen, dass wir jetzt für uns selbst sorgen und nur zu unserem eigenen Wohle etwas ändern wollen tun wir uns schwer.

Dazu kommt noch das Umfeld, der Chef, die Personalabteilung, die Kollegen, die mit Unverständnis reagieren, die nicht verstehen wollen, dass wir es uns plötzlich wert sind, für uns selbst einzustehen.
Das ist so ziemlich der schwierigste Teil und deshalb auch der lohnenswerteste!

Stellen Sie sich vor, Sie sind es sich wert, Ihre Freizeit ganz für sich zu nutzen, so wie Sie es gerne möchten.
Mit Freizeit meine ich 128 Stunden pro Woche (7 * 24 abzüglich 40 Stunden Arbeitszeit)

Was würden Sie tun?
Wie würden Sie diese Zeit gerne gestalten?
Was könnten Sie alles bewegen?
Wie würden Sie sich fühlen?
Wie WOLLEN Sie sich fühlen?

Krisenintelligenz - Frau macht Yoga am See

… hätten Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie etwas tun, was ‚sich nicht gehört‘?
… würden Sie sich schlecht fühlen, weil Sie das FÜR SICH TUN, für niemand anders?
… wäre Ihnen nicht wohl dabei, weil Sie ‚gegen den Strom schwimmen‘?

Super! Wenn Sie sich dessen bewusst sind, können Sie entscheiden und wählen!

Wollen Sie sich weiterhin Ihrem eigenen Diktat oder dem Diktat der Anderen unterwerfen?
oder

Wollen Sie IHR Leben leben?

Das ist der wichtigste Teil der Entscheidung – egal wie Sie sich entscheiden, tun Sie es bewusst und nicht deshalb, weil irgendjemand irgendetwas von Ihnen erwartet oder weil Ihre bisherigen Überzeugungen Sie dazu drängen!

Was wollen Sie?

Wollen Sie Ihre Freizeit genießen, Ihre Arbeitszeit nutzen, um die wirklich wichtigen Dinge zu tun?

Übrigens: Haben Sie schon mein Video zum Thema „Krisenintelligenz – der Wert der Freizeit“ gesehen? Schauen Sie mal rein:

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Krisenintelligenz – Jetzt kommt das Grenzen setzen!

Ich habe damals den Vorsatz gefasst, meine Arbeitszeit auf 45 Stunden pro Woche zu begrenzen. In diese Zeit habe ich alles hineingepackt, was wirklich wichtig war, was mich, mein Team, meine Firma weiter brachte.

Es dauerte ein bisschen, aber mein Entschluss stand fest und ich schaffte es.

Spannend daran war, dass diese neuen Grenzen zu einer anderen Bewertung der Wichtigkeit geführt haben.
Ich legte die ‘wirklich wichtigen Aufgaben’ in die Zeit, in der ich auch besonders fit und produktiv war. Dadurch wurde ich effektiver und effizienter.
Ich ließ viele Anfragen erst einmal ein paar Tage liegen. Bevor ich sie bearbeitete fragte ich nochmal nach, ob die Infos denn wirklich gebraucht wurden.

Ich lernte ‘Nein’ zu sagen!

Wenn ich es gewöhnt bin, alles Wichtige auf den Abend oder das Wochenende zu schieben, dann agiere ich entsprechend!
Wenn ich meiner Arbeitszeit Grenzen setze, dann zwinge ich mich selbst dazu, das wirklich Wichtige in die Arbeitszeit zu legen und zu anderen Dingen ‚Nein‘ zu sagen.

Ich wünsche Ihnen spannende und erkenntnisreiche Erfahrungen damit, alte Grenzen einzureißen und neue zu setzen.

Angelika Mändle

PS: Das Thema zum Blog kam aus einer anonymen Quelle – vielen Dank für das Vertrauen! Wenn Sie auch ein Thema haben, das Sie gerade beschäftigt, schreiben Sie mir! Falls möglich greife ich es anonym hier auf und unterstütze Sie darin, Ihre Krisenintelligenz weiter auszubauen.

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