Selbstbewusstsein stärken – Die 4 besten Tipps für mehr Selbstbewusstsein

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„Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein! Jetzt oder nie, werden Sie endlich selbstbewusst!“

Das Thema „Selbstbewusstsein“ verfolgt uns nahezu auf jedem Titelblatt. Als ich an diesem sonnigen Samstagmorgen den kleinen Zeitungsladen neben meinem Haus betrat, fiel mir auf, dass so gut wie fast jede Zeitung sich mit dem Thema „Selbstbewusstsein“ auseinandersetzen zu schien.

Ich blätterte durch einige bunte Hefte und überflog den ein oder anderen Artikel und fragte mich schließlich warum sich bloß so viele Menschen mit diesem Thema beschäftigten.

„Haben wir denn wirklich so viele Leute in unserer Gesellschaft, denen es an Selbstbewusstsein mangelt?“, schwirrte es mir durch den Kopf. Ich legte eine der Zeitschriften auf den Tresen und grübelte weiter. „2,40 Euro.“, ertönte es in meinen Ohren. Ich war immer noch vollkommen in Gedanken.

Ich griff zu meiner Geldbörse und suchte zwischen all den Kassenzetteln die passenden Münzen zusammen. Während ich weiter nach dem Geld suchte, dachte ich darüber nach warum dieses Thema so viel Präsenz in unserer heutigen Gesellschaft findet. Als ich mit meiner Zeitung unter dem Arm geklemmt zurück nachhause spazierte, erinnerte ich mich an ein tolles Wochenende im letzten Monat.

Selbstbewusstsein stärken – Das Gesellschaftsthema Nummer 1

Es war November und ich war auf einem Fest eingeladen. Ein sehr erfolgreicher Handwerker feierte sein 25-jähriges Firmenjubiläum. Ich traf dort ein junges Pärchen im Alter von Mitte zwanzig. Wir haben uns super gut unterhalten und kamen irgendwann auf das Thema Mode zu sprechen.

Sie zeigten mir Videos von ein paar Modeschauen, bei denen sie zum Spaß gemodelt hatten. Ich fand es so wunderschön, wie sie sich bewegten und mit welchem Einsatz sie sich engagierten. Das habe ich ihnen dann auch gesagt. Darauf sagten beide einfach nur „Danke“.

Das fand ich klasse! Einfach nur „Danke“ sagen, wenn jemand uns etwas Positives sagt, ein Kompliment macht oder positiv kommentiert. Das erlebe ich auch heute eher selten.

In der Regel lehnen die Menschen ein Kompliment doch eher ab und antworten mit „Ach, wirklich…?“ Oder „Ne, das stimmt nicht..!“. Schade, eigentlich.

In diesem Zusammenhang fiel mir ein, dass ich vor ein paar Tagen eine erfolgreiche Mitarbeiterin eines großen internationalen Konzerns bei mir im Büro hatte, die einen wirklich tollen Job machte. Sie hatte gerade ihrem Chef mitgeteilt, dass sich für sie eine tolle neue Chance ergeben hat und sie deshalb kündigen wolle. Ihr Chef meinte zu ihr: „Wow, oh je, Sie bringen mich tatsächlich in die Bredouille, denn es gibt niemanden, der Ihren Job so gut machen kann!“. Ihre Antwort war: „Ach nein, das stimmt ja nicht, so toll bin ich doch gar nicht.“

Während sie bei mir war, wiederholte sie sich ständig „Ja, aber…!“. Um genau zu sein sagte sie nicht einmal „Ja, das stimmt!“, sondern nur „Ja, aber…!“.

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Selbstbewusstsein stärken: Durch „Ja, aber“ reden wir uns selbst klein.

Wie negative Gedanken & Handlungen Ihr Selbstbewusstsein beeinflussen

Während ich weiter den Weg an der Straße entlang lief, fragte ich mich was das denn heißt, wenn jemand uns etwas Schönes, etwas Positives über uns sagt und wir antworten mit „Ja, aber…!“.

Das heißt doch eigentlich, dass wir uns unseres Wertes wahrhaftig nicht bewusst sind, oder? Dass wir uns kleiner und unbedeutender machen als wir tatsächlich sind. Dass wir womöglich an der Aussage unseres Gegenüber zweifeln und wir sage und schreibe de facto nur unsere so genannten Defizite sehen? Ist das nicht wirklich sehr traurig? Dass wir immer nur unsere Schwächen eliminieren wollen statt uns unserer Stärken, Fähigkeiten, Kompetenzen bewusst zu machen? Warum erachten wir uns nicht als wundervoll und so wie wir in Wirklichkeit sind?

In Deutschland haben sehr viele Menschen die Tendenz, die Dinge in den Vordergrund zu stellen, die sie nicht können oder noch nicht können, die sie noch lernen müssen oder worin sie noch besser werden müssen. Wir machen uns vor, wir wären nicht gut genug und weisen zu viele Schwächen auf. Verrückt oder?

Ich lief an dem wundervollen roten Haus meiner Nachbarn vorbei. An der einen Wand des Hauses blätterte ein bisschen die Farbe ab. Aber wirklich nur ganz minimal. Trotzdem hörte ich meine Nachbarn immer wieder sagen, das Haus sieht nicht mehr gut genug aus. Wir müssen es neu streichen.

„Ja, aber…!“ heißt ich muss noch besser werden,
„Ja, aber…!“ heißt ich hab irgendetwas nicht gut genug gemacht,
„Ja, aber…!“ heißt ich bin nicht gut genug.

Welche Art von Selbstbewusstsein entwickelt sich mit einem solchen Mindset bloß?

Während ich die Tür zu meinem Haus aufschloss, erinnerte ich mich daran, dass mir aufgefallen war, dass sich unsere Gedanken und unser Verhalten über die Jahre oft automatisiert haben und wir manchmal in unseren alten Gewohnheiten und unserem Alltagstrott stecken geblieben sind.

Wir haben aufgehört zu reflektieren. Ja, wahrscheinlich könnten man hier auch sagen wir haben vollkommen vergessen zu reflektieren und damit auch gleichzeitig das Wissen über unsere Selbst verloren.

Wer bin ich eigentlich? Wer war ich vielleicht vor ein paar Jahren noch? Was macht mich eigentlich aus? Uns ist entfallen wer wir wahrlich sind und oft kennen wir uns nicht so gut wie wir möglicherweise gedacht haben.

Zum wiederholten Mal plagen uns Angst und Selbstzweifel und wir fokussieren uns auf die negativen Ereignisse in unserem Leben. Wir fühlen uns gehemmt und sind oft schüchtern. Letztlich versucht unser innerer Kritiker ständig unser Selbstwertgefühl zu kontrollieren und unser Selbstbild am Endes des Tages vollständig auf den Kopf zu stellen. Stellen Sie sich das mal vor? Verrückt oder?

Ihr Selbstbewusstsein wird bereits in Ihrer Kindheit geprägt

Unser Selbstbewusstsein wird natürlich nicht nur von unserem Inneren, sondern auch von unseren äußeren Einflüssen geprägt.

Meist werden die Grundlagen für unser späteres Selbstwertgefühl schon durch unsere Erfahrungen in der Kindheit geprägt. Auch Erlebnisse in unserer Jugend können sich auf unser Selbstbewusstsein auswirken.

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Selbstbewusstsein stärken: Schon im Kindesalter wird unser Selbstbewusstsein durch innere und äußere Einflüsse geprägt.

Schließlich kommt niemand mit mangelndem Selbstbewusstsein zur Welt. Die falsche Bescheidenheit hindert uns meistens daran, uns zu entfalten. Der Fokus liegt darauf, das zu finden, was noch nicht perfekt ist.

Selbstbewusstsein stärken – Die 4 besten Tipps

Daher rege ich zu einer Fokusänderung an. Wie wäre es?

„Ja, stimmt, ich bin gut und ich weiß das und ich mache mir das jeden Tag bewusst! Ja, und…!“ ist eine Antwort, die uns JA sagen lässt zu uns selbst, so wie wir sind.

Ich brauche nicht perfekt zu sein. Das kann ich gar nicht, denn ich bin ein Mensch. Ich habe Stärken und Schwächen, das macht mich aus.

Ab jetzt ändere ich den Fokus und mache mir meine Stärken bewusst. Ich stärke mein SELBST BEWUSST SEIN in dem Wissen darum, dass ich mit meinen Stärken auch meine Ziele erreichen kann. Damit mache ich mir BEWUSST, dass ich wertvoll bin. Ich lerne und wachse.

Das Gute ist, auch wenn Sie mir gerade möglicherweise nicht glauben Selbstbewusstsein lässt sich tatsächlich aktiv erlernen.

Tipp 1: Verändern Sie Ihre Gedanken!

Unser Selbstbewusstsein hat seinen Ursprung ohne es zu bezweifeln in unseren Gedanken und ist daher ganz und gar eine reine Kopfsache. Verrückt oder?

Um auf positive Gedanken zu kommen, hilft es oft wenn wir unsere Haltung ändern. Tanzen Sie, lächeln Sie oder setzen Sie sich einmal aufrecht hin! Beobachten Sie dabei Ihre Gefühle! Wie wirkt sich ein Lächeln in Ihrem Gesicht auf Ihre Gedanken aus? Wie fühlen Sie sich wenn Sie tanzen? Können Sie abschalten und negative Gedanken über sich selbst vielleicht loslassen?

Der Geist und der Körper sind immer verbunden, was bedeutet, dass Sie durch Ihre Haltung auch immer Ihr Inneres beeinflussen können. Durch eine veränderte Haltung können Sie zu mehr Selbstsicherheit gelangen und somit auch zu mehr Kraft und Geborgenheit.

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Selbstbewusstsein stärken: Eine positive Haltung führt zu positiven Gedanken und beeinflusst damit Körper und Geist.

Tipp 2: Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken!

Überprüfen Sie mal wie oft sie „Ja, aber…“ denken und aussprechen! Ersetzen Sie es jedesmal mit einem „Ja, und…“. Trainieren Sie „Ja, und…“ zu sagen!

Schauen Sie darauf, was Sie besonders gut können. Was machen Sie gerne? Worin haben Sie am meisten Erfolg? Was tut Ihnen gut? Akzeptieren Sie Ihre Schwächen und machen Sie sich bewusst, dass niemand perfekt ist auf dieser Welt und dass das auch vollkommen in Ordnung ist.

Wir müssen nicht alles richtig machen und sind sicherlich auch nicht hier um alles richtig zu machen. Legen Sie Ihren Anspruch, alles zu wissen und alles zu können ab. Hören Sie auf sich zu kritisieren und machen Sie sich klar, dass Sie Fehler machen dürfen. Aus jedem Fehler können wir sehr viel Lernen. Letztlich sollten Sie immer positiv in die Zukunft schauen und die Vergangenheit zurücklassen.

Sie sollten sich lieben lernen mit all Ihren Macken, denn Sie gibt es genau so nur einmal auf dieser Welt! Selbstliebe ist letztendlich der erste Weg zu mehr Selbstbewusstsein.

Vielleicht wissen Sie gar nicht wie Sie anfangen sollen? Ich bitte Sie daher ein Tagebuch zur Hand zu nehmen und jeden Tag drei Dinge, die Sie an sich mögen aufzuschreiben. Natürlich können es auch mehr sein! Von Ihrem äußeren Erscheinungsbild, über Erlebnisse oder Erfolge, Sie dürfen alles aufschreiben was Ihnen einfällt und an was Sie sich besonders gern erinnern und worauf Sie besonders stolz sind.

Fragen Sie auch mal Leute in Ihrem Umfeld, was diese an Ihnen mögen oder was diese als Ihre Stärken beschreiben würden. Oft weicht unser Selbstbild von dem der anderen ab und wir sind uns all unserer Stärken gar nicht bewusst.

Tipp 3: Seien Sie authentisch und stehen Sie zu sich selbst!

Am Ende des Tages erhalten Sie mehr Selbstbewusstsein, wenn Sie zu sich stehen und sich nicht verbiegen und es allen recht machen wollen. Hören Sie auf Ihre innere Stimme und horchen Sie nach, was sie wollen, was Ihre Wünsche sind und wie Sie sich Ihr Leben letztendlich vorstellen.

Vielleicht möchten Sie ein neues Hobby ausprobieren, aber trauen sich nicht oder denken Sie können das sowieso nicht? Um mehr Selbstbewusstsein zu erlangen ist es nötig neue Dinge auszuprobieren und einen Schritt aus der Komfortzone heraus zu wagen. Ohne es einmal versucht zu haben, können wir nicht wirklich wissen was etwas für uns ist und was nicht. Damit wir uns unserer Selbst bewusst werden und mehr über uns selbst erfahren ist es geradezu unmöglich keine neuen Dinge auszuprobieren, denn gerade aus neuen Erfahrungen können wir ganz viel über uns dazulernen.

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Selbstbewusstsein stärken: Lob und Feedback annehmen und durch neue Erfahrungen die eigene Persönlichkeit entdecken.

Wichtig ist auch, dass Sie die Dinge, die Sie denken aussprechen. Haben Sie den Mut dazu nicht wie alle Anderen in der letzten Reihe zu sitzen und zu schweigen, sondern in die erste Reihe zu gehen und für Ihre Bedürfnisse einzustehen. Ich sage Ihnen es wird sich auszahlen! Bringen Sie Ihre Ideen ein und teilen Sie mit anderen Menschen Ihre Meinung. Seien Sie dankbar für all das, was Sie bereits erreicht haben und noch erreichen werden.

Tipp 4: Selbstbewusstsein stärken durch die Hilfe Ihrer Mitmenschen

Gehen Sie raus und machen Sie anderen Komplimente.

Sie stärken so nicht nur das Selbstbewusstsein Ihrer Mitmenschen, sondern tragen auch dazu bei die Negativität in den Köpfen der anderen Menschen zu verringern. Wenn Sie versuchen immer das Beste in den Anderen zu sehen, werden Sie auch automatisch beginnen das Beste in sich selbst zu sehen.

Selbstbewusstsein stärken – Fazit

Vielleicht sagen Sie genau jetzt, nachdem Sie diesen Blogbeitrag gelesen haben „Ja aber… das kann ich doch nicht machen!“

Meine Antwort als Expertin für Krisenintelligenz lautet: „Das ist ein Weg, der Ihnen Zufriedenheit, Wertschätzung für sich selbst, für Ihr Tun und Handeln, für Ihr Leben gibt. Wagen Sie es! Gehen Sie neue Wege, auch wenn es sich zunächst einmal unangenehm anfühlt – es lohnt sich!“

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Selbstbewusstsein stärken: Selbstbewusstsein lässt sich tatsächlich aktiv erlernen.

„Ja, aber…!“ war gestern,
„Ja, und…!“ ist heute.


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